Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Siemens Mobility
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Die Siemens Mobility GmbH mit Sitz in MĂŒnchen ist die FĂŒhrungsgesellschaft fĂŒr das internationale MobilitĂ€tsgeschĂ€ft des Siemens-Konzerns.cite-ref-upsag-11-2020-1-0[1]

Contents

‱ Geschichte
‱ Nahverkehr
‱ Lokomotiven
‱ TriebzĂŒge
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Geschichte

Seit GrĂŒndung des GeschĂ€ftsbereichs Verkehrstechnik der Siemens AG im Jahr 1989 wurde der Bereich mehrmals umorganisiert und umbenannt. Siemens ĂŒbernahm 1989 die Aktienmehrheit der Duewag, das Unternehmen wurde 1999 in Siemens Duewag Schienenfahrzeuge GmbH umbenannt, 2003 wurden die MinderheitsaktionĂ€re per Squeeze-out abgefunden.cite-ref-2[2] Ab 1992 wurde sukzessiv die SGP Verkehrstechnik GmbH ĂŒbernommen.cite-ref-3[3]
1994 wurde die Krupp Verkehrstechnik GmbH ĂŒbernommen.cite-ref-4[4] Zwischen 1996 und 2001 wurde sukzessiv Matra Transport International S.A.S. ĂŒbernommen.cite-ref-5[5]

Im GeschĂ€ftsjahr 1996/97 erwirtschaftete der Unternehmensbereich Verkehrstechnik (VT) einen Verlust von 177 Millionen DM. Der Umsatz war auf 4,1 Milliarden zurĂŒckgegangen, der Auftragseingang auf einen Rekordwert von 7,1 Milliarden DM angestiegen.cite-ref-eri-1998-3-6-0[6]

Ab Ende 2000/Anfang 2001 trat das Unternehmen unter der Bezeichnung Transportation Systems (TS) auf, um die internationale VerstĂ€ndlichkeit zu verbessern. Auch die GeschĂ€ftsgebiete erhielten dabei englische Bezeichnungen: Automation Railways (BetriebsfĂŒhrungssysteme Fernverkehr), Automation Mass Transit (BetriebsfĂŒhrungssysteme Nahverkehr), Electrification (Bahnelektrifizierung), Turnkey Systems (Gesamtanlagen), Locomotives (Lokomotiven) und Trains (TriebzĂŒge).cite-ref-eri-2001-57-7-0[7]

Im Jahr 2001 wurden Teile des Herstellers ČKD DopravnĂ­ systĂ©my von Siemens erworben und firmierten als Siemens kolejovĂĄ vozidla s.r.o.; GeschĂ€ftsfelder waren der Bau von Reisezugwagen, TriebzĂŒgen und die Konstruktion.cite-ref-8[8] Das Werk in Prag wurde 2009 geschlossen.cite-ref-9[9]

Nach der Mannesmann-Übernahme verkaufte Vodafone den Industriebereich Atecs an ein Konsortium aus Siemens und Bosch,cite-ref-10[10] die Siemens Mobility ĂŒbernahm aus diesem Paket das ehemalige KerngeschĂ€ft von Krauss-Maffei, dessen Werk in MĂŒnchen-Allach gehört heute zur Mobility.cite-ref-11[11]

Im GeschĂ€ftsjahr 2002 erzielte der Bereich mit 17.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro. Das EBIT lag bei 247 Millionen Euro, der Auftragseingang bei 5,25 Milliarden Euro einschließlich eines Rekordauftrags fĂŒr die Lieferung von 1.200 Desiro-UK-RegionaltriebzĂŒgen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro.cite-ref-eri-2003-36-12-0[12] Infolge von GarantieansprĂŒchen aus den Combino-Straßenbahn-Fahrzeugen verbuchte die Sparte im zweiten Quartal 2004 einen operativen Verlust von 289 Millionen Euro; die Sonderbelastungen wurden auf insgesamt 364 Millionen Euro beziffert.cite-ref-eri-2004-324-13-0[13]

Von 2008 bis September 2011 war die in Mobility (MO) umbenannte Division ein Teil des Siemens Sektor Industry. Ab dem 1. Oktober 2011 wurde das GeschĂ€ft auf die beiden Divisionen Rail Systems (RL) und Mobility and Logistics (MOL) aufgeteilt und Teil des neu gegrĂŒndeten Siemens-Sektors Infrastructure & Cities. Zum 1. Oktober 2014 wurde die ĂŒbergeordnete Sektor-Ebene wieder abgeschafft. Die vormaligen Divisionen Rail Systems (RL) und Mobility and Logistics (MOL) und das Segment Rail Electrification aus dem Sektor Energy gingen wieder in der neu vereinigten Division Mobility auf.

Im November 2012 erwarb Siemens fĂŒr 1,7 Milliarden Britische Pfund Invensys Railcite-ref-14[14] und damit auch Kompetenzen zum Bau von ETCS-StreckenausrĂŒstung.cite-ref-eri-2016-76-15-0[15]

Im September 2017 gaben Siemens und Alstom bekannt, ihre jeweiligen BahntechnikaktivitĂ€ten zusammenlegen zu wollen.cite-ref-16[16] Dabei sollte die börsennotierte Alstom den Kern einer fusionierten Siemens-Alstom bilden. Siemens wollte an diesem Unternehmen knapp ĂŒber 50 Prozent und damit die Kontrolle ĂŒbernehmen.cite-ref-17[17] In Vorbereitung der Fusion wurde die damalige Division Mobility samt zugehörigen Konzernfunktionen wie Personal, Controlling etc. aus Siemens herausgelöst. Seitdem agiert sie als eigenstĂ€ndige Siemens Mobility GmbH.cite-ref-18[18] Im Februar 2019 untersagte die zustĂ€ndige EU-Kommissarin Margrethe Vestager jedoch die Fusion, da sich diese negativ auf den Binnenwettbewerb und somit letztlich auch auf die Verbraucher auswirken wĂŒrde.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]cite-ref-21[21] Die geplante Fusion wurde nicht vollendet und die Siemens Mobility blieb als 100-%-Tochter Teil des Siemens-Konzerns.

Im Mai 2022 erhielt Siemens Mobility den laut eigenen Angaben grĂ¶ĂŸten Auftrag in der Geschichte von Siemens: Es erhielt den Zuschlag zum Aufbau eines mehr als 2000 km langen Hochgeschwindigkeitsnetzes in Ägypten, einschließlich 41 HochgeschwindigkeitszĂŒgen, 94 RegionalzĂŒgen und 41 GĂŒterlokomotiven.cite-ref-22[22]

Nachdem Siemens Mobility den Auftrag fĂŒr die Lieferung von U-Bahn-Wagen fĂŒr die Piccadilly Line erhalten hatte, wurde beschlossen, ein neues Werk in Goole in Großbritannien zu bauen. Das Werk wurde am 3. Oktober 2024 offiziell eröffnet.cite-ref-23[23]

Das Werk in MĂŒnchen-Allach wurde 2023/2024 von 47 000 mÂČ auf 100 000 mÂČ erweitert.

Im Januar 2023 bekam Siemens Mobility den Zuschlag fĂŒr den Bau von 1200 Elektro-Lokomotiven fĂŒr den GĂŒterverkehr in Indien. Der Auftrag von Indian Railways, mit einem Volumen von rund drei Milliarden Euro vor Steuern, umfasst außerdem Wartung und Instandhaltung der Lokomotiven fĂŒr 35 Jahre. Es ist der grĂ¶ĂŸte Lokomotivenauftrag in der Geschichte des Unternehmens.cite-ref-24[24]

Ende August 2023 erhielt Siemens Mobility von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Auftrag zur Lieferung von bis zu 540 neuen ElektrotriebzĂŒgen des Typs Mireo ab 2028 im Wert von rund 5 Milliarden Euro.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]

Im Februar 2024 erhielt Siemens Mobility vom Schienenfahrzeugvermieter Railpool einen Auftrag ĂŒber die Lieferung von bis zu 250 Vectron-Lokomotiven mit einem geschĂ€tzten Gesamtwert von 1 Milliarde Euro.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]

Um den Jahreswechsel 2024/2025 herum teilte Siemens Mobility dem Kunden VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft NĂŒrnberg mit, dass die Fertigung von Straßenbahnfahrzeugen aus wirtschaftlichen GrĂŒnden perspektivisch eingestellt wird und nur noch Bestellungen aus Optionen angenommen werden.cite-ref-0-29-0[29]

Siehe auch

:

Siemens#Geschichte des Konzerns

und Geschichte der Siemens AG

Organisation

Innerhalb der Siemens Mobility GmbH gibt es fĂŒnf GeschĂ€ftseinheiten:cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]

‱ Rail Infrastructure: Signal- und Leittechnik fĂŒr den Bahnverkehr; Bahnelektrifizierung
‱ Turnkey: Planung und Errichtung schlĂŒsselfertiger Bahn-Gesamtanlagen
‱ Rolling Stock: Fahrzeuge fĂŒr den Schienenverkehr: Regional-, Intercity- und HochgeschwindigkeitstriebzĂŒge, U-Bahnen, Straßen- und Stadtbahnen, Reisezugwagen, Fahrzeuge fĂŒr den fahrerlosen Betrieb und Lokomotiven
‱ Customer Services: Instandhaltungs- und Serviceleistungen fĂŒr Fahrzeuge und Infrastruktur
‱ Intelligent Traffic Systems: Straßenverkehrssteuerungs- und informationssysteme, Parkraum-Management sowie elektronische Bezahl- und Mautsysteme

Bahninfrastruktur

Bei den Bahninfrastruktursystemen bietet Siemens Mobility ein breites Spektrum an.

Elektrifizierung

FĂŒr den Betrieb der Elektrolokomotiven und Straßenbahnen fertigt Siemens Mobility Bahnstromsysteme, liefert Komponenten fĂŒr Fahrleitungen und bietet deren Montage an.

Bahnautomatisierung

Das Stammhaus (Sitz der Leitung) des Bereichs/der Business Unit Rail Infrastructure (vormalig: Rail Automation und Mobility Management) ist das Siemens-Werk Braunschweig, das auf die 1873 gegrĂŒndete Eisenbahnsignal-Bauanstalt Max JĂŒdel & Co. zurĂŒckgeht. Heute gehören folgende Produkte zu diesem Bereich:

‱ Signale, Weichensteuerungssysteme, BahnĂŒbergĂ€nge und Gleisfreimeldeeinrichtungen, wie z. B. AchszĂ€hler
‱ Sicherungssysteme wie Stellwerke, Blocksysteme und Zugbeeinflussungssysteme (Zugbeeinflussung Schweiz (ZUB), Punkt- (PZB) und Linienzugbeeinflussung (LZB), European Train Control System (ETCS))
‱ Planungs-, Betriebsleit- und Simulationssysteme
‱ BetriebsfĂŒhrungssysteme fĂŒr die Automatisierung und Optimierung großer Rangierbahnhöfe
‱ Kommunikationssysteme, wie Fahrgastinformationssysteme an der Strecke, VideoĂŒberwachungssysteme und Zugfunksysteme
‱ Schulungssysteme zum Training der Fahrdienstleiter fĂŒr die Betriebsleitzentralen

Neben konventioneller Verkehrstechnik gibt es folgende Produkte:

‱ Im Konsortium mit ThyssenKrupp: Infrastruktursysteme und Fahrzeuge fĂŒr die Magnetschwebebahn Transrapid
‱ Fahrerlose ZĂŒge im öffentlichen Personennahverkehr, z. B. das Produkt „VAL“ (VĂ©hicule automatique lĂ©ger) von Siemens Mobility Frankreich, oder das U-Bahn-Projekt RUBIN

Bahn-Gesamtanlagen

Siemens Mobility tritt auf dem internationalen Markt auch als Systemintegrator auf. Das bedeutet, dass fĂŒr den Kunden integrierte Bahn-Gesamtanlagen schlĂŒsselfertig erstellt werden. Dabei werden die von Siemens Mobility gelieferten Komponenten wie Fahrzeuge, Signaltechnik und Bahnelektrifizierung und weitere extern zugelieferte Komponenten zu einem funktionierenden modernen Bahnsystem integriert. Die Errichtung von notwendigen Bauwerken wie Stationen, BrĂŒcken und Tunneln erfolgt durch geeignete Baupartner.

Beispiele fĂŒr Bahn-Gesamtanlagen von Siemens Mobility sind die Linien 1 und 2 der Metro Riadcite-ref-32[32] und der Bangkok Skytrain.cite-ref-33[33]

Schienenfahrzeuge

1879 prĂ€sentierte Werner von Siemens auf der Berliner Gewerbeausstellung die erste elektrische Lokomotive.cite-ref-34[34] 1881 wurde die von Siemens gebaute, erste elektrische Straßenbahn in Berlin-Lichterfelde eröffnet, bevor 1882 mit dem Elektromote der erste VorlĂ€ufer des Oberleitungsbusses folgte.cite-ref-35[35] Aus diesen AnfĂ€ngen kristallisierte sich ein selbststĂ€ndiger GeschĂ€ftsbereich heraus.

Siemens & Halske baute unter anderem den elektrischen Antrieb der ersten kommerziell betriebenen Straßenbahn-Triebwagen der Lokalbahn Mödling–HinterbrĂŒhl (SB Tw 1–15) und der Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft (FOTG) sowie die elektrischen Bestandteile der Streckentechnik. Der mechanische Teil und die WagenkĂ€sten der Triebwagen und Beiwagen der FOTG wurde von der Waggonfabrik P. Herbrand & Cie in Köln-Ehrenfeld hergestellt.

Nahverkehr

Im Bereich Mass Transit werden Stadtbahnfahrzeuge (wie Avanto und Avenio HF) sowie Fahrzeuge fĂŒr S-Bahnen und U-Bahnen (VAL, Inspiro) angeboten. Auch Großkabinen fĂŒr verschiedene H-Bahn-Systeme gehören zum Produktportfolio. Straßenbahnfahrzeuge (wie Combino, Avenio LF und ULF) werden hingegen nicht mehr angeboten, sondern nur noch im Rahmen bestehender AuftrĂ€ge und deren Optionen hergestellt.cite-ref-0-29-1[29]

Anfang 2026 bestellten die Danske Statsbaner 226 TriebzĂŒge an einem Konsortium von Stadler und Siemens, die im Nahverkehr der Region Kopenhagen eingesetzt werden sollen. Die ZĂŒge sollen automatisiert sein und werden ab 2032 geliefert.cite-ref-36[36]

Lokomotiven

Der Bereich Locomotives stellte die Lokomotiven EuroSprinter- und EuroRunner-Familien her. Heute werden in Europa vor allem die Lokfamilien Vectron und ihre Ableger angeboten.cite-ref-37[37] FĂŒr den nordamerikanischen Markt werden in Sacramento Lokomotiven der Charger-Familie fĂŒr den schnellen Reisezugverkehr produziert.

TriebzĂŒge

Der Bereich Trains bietet eine Palette von TriebzĂŒgen fĂŒr den Regional- und Hochgeschwindigkeitsbereich an.

Siemens Transportation Systems war am Bau der HochgeschwindigkeitszĂŒge InterCityExpress (ICE 1, ICE 2, ICE 3 und ICE 4) fĂŒr die Deutsche Bahn bzw. das VorgĂ€ngerunternehmen Deutsche Bundesbahn beteiligt. Seit 2007 verbindet der im Werk in Krefeld-Uerdingen (einst Waggonfabrik Uerdingen/DUEWAG) produzierte Siemens Velaro E die spanischen StĂ€dte Barcelona und Madrid. Im November 2005 wurde ein Vertrag ĂŒber die Lieferung von 60 HochgeschwindigkeitszĂŒgen fĂŒr China unterschrieben, diese basieren auf der Velaro-Plattform und werden ab dem vierten Zug grĂ¶ĂŸtenteils in China produziert. Des Weiteren wird seit 2008 eine an die lokalen Gegebenheiten (z. B. Außentemperatur bis −50 °C, Breitspur, höherer FĂŒhrerstand) angepasste Variante als Velaro RUS auf der Bahnstrecke Sankt Petersburg–Moskau sowie zwischen Moskau und Nischni Nowgorod eingesetzt.

Ein weiteres eingetragenes Warenzeichen ist der Desiro, der bei verschiedenen britischen Bahngesellschaften wie z. B. bei South West Trains im Einsatz ist. Im Jahr 2006/2007 wurden auch ZĂŒge fĂŒr Suvarnabhumi Airport Rail Link in Bangkok gebaut. In Deutschland verkehrt der Desiro Classic als Baureihe 642 (Dieselversion) bei verschiedenen Bahnverkehrsunternehmen sowie als Desiro Mainline – ein elektrischer Triebzug fĂŒr den Regionalverkehr. Diese Classic-Version wurde und wird in fĂŒr die LĂ€nder angepassten Versionen hergestellt, z. B. fĂŒr Österreich, RumĂ€nien, Ungarn, Bulgarien und Griechenland.

Seit 2011 produzierte Siemens Mobility zudem den ICE 4 fĂŒr DB Fernverkehr.cite-ref-38[38]

Dienstleistungen

Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören WartungsvertrĂ€ge. Der Bereich Lokvermietung (Dispolok) wurde 2006 an Mitsui & Co. Ltd. verkauft und mit dem LeasinggeschĂ€ft von Mitsui Rail Capital Europe zu MRCE Dispolok zusammengelegt. Weiterhin fĂŒhrt Siemens Mobility die Planung und Integration schlĂŒsselfertiger Neubaustrecken durch. Auch Finanzierungen grĂ¶ĂŸerer Eisenbahnprojekte können direkt beigesteuert werden. FĂŒr Schulungen im Bereich Verkehrstechnik gibt es eine „Rail Automation Academy“, (frĂŒher „Schule fĂŒr Verkehrstechnik“) in Braunschweig und Berlin-Treptow, sowie eine „Rolling Stock Academy“, die zusammen als „TS Academy“ interne und teilweise externe Schulungen anbieten. Ersatzteile fĂŒr das gesamte Produktspektrum werden auf dem Internetmarktplatz MoBase angeboten.

Intermodale Lösungen

Siemens Mobility setzt sich fĂŒr die Entwicklung von intermodalen Verkehrskonzepten ein. Dazu hat der Konzern verschiedene internationale Unternehmen aus dem MobilitĂ€tssektor akquiriert, um sich als Mobility as a Service (MaaS)-Anbieter breit positionieren zu können. Siemens Mobility's intermodales Transportportfolio umfasst die folgenden Unternehmen und Bereiche: HaCon (Planungs-, Dispositions- und Informationssysteme), eos.uptrade (Ticketing-Lösungen), Bytemark (Plattformlösungen fĂŒr Ticketing und Bezahlung) und Padam Mobility (SaaS-Anbieter fĂŒr Demand-Responsive Transport).cite-ref-39[39]cite-ref-40[40]

Straßenverkehrstechnik

Das Segment Intelligent Traffic Systems (ITS) bietet Produkte und Systeme fĂŒr den straßengebundenen Verkehr. In den drei Subsegmenten Urban und Interurban und „Electronic Tolling“ bietet Siemens Lösungen fĂŒr die Verkehrssteuerung und das Verkehrsmanagement von ruhendem und fließendem Verkehr. Dazu gehören z. B. Lichtsignalanlagen (Ampelanlagen), Parkhaustechnik, Parkscheinautomaten, inner- und außerstĂ€dtische Steuer- und Leitzentralen (Verkehrsrechner, Netz-, Autobahn- und Tunnelsteuerung), sowie inner- und außerstĂ€dtische Mautlösungen, Umweltmanagement und Detektion. Als Dienstleistungen bietet ITS z. B. Verkehrsplanung, -umsetzung, Wartungsservice und Training an.

Im September 2020 hat Siemens mitgeteilt, dass dieses Segment bis Ende September 2021 in eine eigenstĂ€ndige Gesellschaft ausgegliedert werden soll.cite-ref-41[41] Im Februar 2021 wurde bekanntgegeben, dass diese eigenstĂ€ndige Gesellschaft Yunex Traffic heißen wird.cite-ref-42[42] Im Juni 2022 wurde Yunex Traffic an die italienische Infrastrukturholding Atlantia (nun Mundys) verkauft.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44]

Weblinks

Commons

: Siemens Mobility

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Siemens Mobility

Einzelnachweise

cite-note-upsag-11-2020-11. ↑ Siemens UnternehmensprĂ€sentation, November 2020. Siemens AG, abgerufen am 20. November 2020.
cite-note-22. ↑ DUEWAG Übertragungsvefahren (Ad hoc) | aktiencheck.de. In: aktiencheck.de. Abgerufen am 23. November 2023.
cite-note-33. ↑ Die Geschichte der ÖIAG. 12. Januar 2015, abgerufen am 23. November 2023.
cite-note-44. ↑ loks-aus-kiel.de - Firmengeschichte. Abgerufen am 23. November 2023.
cite-note-55. ↑ Siemens will Verkehrstechnik wieder zur Ertragsquelle machen. 17. November 2011, abgerufen am 23. November 2023.
cite-note-eri-1998-3-66. ↑ Meldung Rote Zahlen bei Siemens Verkehrstechnik. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 4/1998, S. 103, ISSN 1421-2811
cite-note-eri-2001-57-77. ↑ Meldung Siemens: Internationale Firmierung. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 2/2001, S. 57, ISSN 1421-2811
cite-note-88. ↑ Jaromír Bittner u. a.: Maly atlas lokomotiv 2009. Gradis Bohemia, 2008, ISBN 978-80-86925-05-9, S. 10 ff.
cite-note-99. ↑ https://english.radio.cz/siemens-factory-close-prague-causing-nearly-1000-redundancies-8418304
cite-note-1010. ↑ Vodafone - Atecs geht in zwei Tranchen an Siemens/Bosch. Abgerufen am 12. Dezember 2023 (österreichisches Deutsch).
cite-note-1111. ↑ Siemens erweitert Lok-Werk im MĂŒnchner Stadtteil Allach. 5. April 2023, abgerufen am 12. Dezember 2023.
cite-note-eri-2003-36-1212. ↑ Meldung Jahrespressekonferenz von Siemens Transportation Systems. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 1/2003, S. 36, ISSN 1421-2811
cite-note-eri-2004-324-1313. ↑ Meldung Siemens spĂŒrt Combino-Problem. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/2004, S. 324, ISSN 1421-2811
cite-note-1414. ↑ Proposed disposal of Invensys’s Rail Division for £1,742 million, agreement with Trustee of Invensys’s UK Pension Scheme, proposed £625 million return of capital and strategy for the more focused continuing Group. (PDF) Pressemitteilung. Invensys, 28. November 2012, archiviert vom Original am 6. Februar 2013; abgerufen am 10. Juni 2014 (englisch).
cite-note-eri-2016-76-1515. ↑ Auch Deutschland mit ETCS Level 2. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 2, 2016, ISSN 1421-2811, S. 76–78.
cite-note-1616. ↑ Christian Schlesiger: EuropĂ€ischer Zuggigant: So sieht die neue Siemens-Alstom-Strategie aus. 19. September 2018, abgerufen am 12. Dezember 2023.
cite-note-1717. ↑ Siemens-Alstom-Fusion: Der TGV und der ICE rollen gemeinsam. Abgerufen am 13. Dezember 2023 (österreichisches Deutsch).
cite-note-1818. ↑ IG Metall: Fusion Siemens Mobility und Alstom. Abgerufen am 1. August 2018.
cite-note-1919. ↑ Siemens-Alstom: EU-Kommission untersagt Bahnfusion. 6. Februar 2019, abgerufen am 12. Dezember 2023.
cite-note-2020. ↑ Alexander MĂŒhlauer: Siemens und Alstom: "BrĂŒssel" ist nicht schuld. 6. Februar 2019, abgerufen am 13. Dezember 2023.
cite-note-2121. ↑ Peter MĂŒller: Siemens-Alstom-Fusion gestoppt: Margrethe Vestager hat recht. In: Der Spiegel. 6. Februar 2019, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 13. Dezember 2023]).
cite-note-2222. ↑ Siemens Mobility schließt Vertrag ĂŒber 2.000 km langes Hochgeschwindigkeitssystem in Ägypten ab. In: press.siemens.com. Siemens Mobility, 28. Mai 2022, abgerufen am 28. Mai 2022.
cite-note-2323. ↑ Rail factory will give town a 'bright future'. In: BBC News. 3. Oktober 2024, abgerufen am 30. Januar 2025 (englisch).
cite-note-2424. ↑ Milliardenauftrag: Siemens liefert 1200 Lokomotiven nach Indien. In: Der Spiegel. 16. Januar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 16. Januar 2023]).
cite-note-2525. ↑ Siemens Mobility gewinnt Rahmenvertrag fĂŒr bis zu 540 ZĂŒge fĂŒr ... In: siemens.com. 31. August 2023, abgerufen am 23. Februar 2024.
cite-note-2626. ↑ ÖBB: Weitere Großbestellung von bis zu 540 TriebzĂŒgen bei Siemens Mobility. In: oebb.at. 31. August 2023, abgerufen am 23. Februar 2024.
cite-note-2727. ↑ Siemens gewinnt Milliarden-Deal und verkauft 250 Lokomotiven. In: focus.de. 22. Februar 2023, abgerufen am 23. Februar 2023.
cite-note-2828. ↑ Siemens verkauft bis zu 250 Loks an Vermieter Railpool. In: handelsblatt.com. 20. Februar 2024, abgerufen am 23. Februar 2024.
cite-note-0-2929. ↑ BĂŒrgschaftsĂŒbernahme fĂŒr die Beschaffung von Straßenbahn-Fahrzeugen durch die VAG. (PDF; 676 KB) In: Ratsinformationssystem der Stadt NĂŒrnberg. 2025, abgerufen am 28. MĂ€rz 2025.
cite-note-3030. ↑ Siemens Mobility: Siemens Mobility - GeschĂ€ftseinheiten. Abgerufen am 21. Juni 2020.
cite-note-3131. ↑ CIO von Siemens Mobility: Stefan Latuski leitet IT-Systemhaus der Bundesagentur. Abgerufen am 15. Dezember 2023.
cite-note-3232. ↑ Milliardenauftrag: Siemens baut fahrerlose U-Bahn in Saudi-Arabien - WELT. 23. August 2017, abgerufen am 13. Dezember 2023.
cite-note-3333. ↑ Thailand setzt auf die Schiene | Special | Thailand | KonnektivitĂ€t. Abgerufen am 13. Dezember 2023 (deutsch).
cite-note-3434. ↑ Die erste elektrische Lokomotive der Welt – im Blick der Zeitgenossen | VDI. In: technik-in-bayern.de. Abgerufen am 17. Januar 2024.
cite-note-3535. ↑ Elektrobusse: ZahnbĂŒrste auf RĂ€dern. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. Januar 2024]).
cite-note-3636. ↑ Consortium selected to supply driverless suburban trains for Kþbenhavn. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch).
cite-note-3737. ↑ Vectron Locomotive. In: Railway Technology. Abgerufen am 15. Dezember 2023 (amerikanisches Englisch).
cite-note-3838. ↑ Der ICE 4. Das RĂŒckgrat des zukĂŒnftigen DB-Fernverkehrs. Abgerufen am 7. Mai 2021.
cite-note-3939. ↑ Intermodale Lösungen. Abgerufen am 19. August 2021.
cite-note-4040. ↑ Mobility as a Service als Antrieb intermodaler MobilitĂ€t. Abgerufen am 19. August 2021.
cite-note-4141. ↑ Börse Stuttgart: Siemens gliedert Verkehrsmanagementsparte ITS aus Mobility aus. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. November 2020; abgerufen am 20. November 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boerse-stuttgart.de
cite-note-4242. ↑ Wirtschaftswoche: Ausgegliederte Siemens-Straßenverkehrs-Sparte heißt Yunex Traffic. Abgerufen am 22. April 2021.
cite-note-4343. ↑ Christian Wermke: Yunex meldet bestes Jahr. In: Handelsblatt. Abgerufen am 20. Dezember 2023.
cite-note-4444. ↑ Italy's Atlantia becomes Mundys, Blackstone ready to support M&A. In: reuters.com. 15. MĂ€rz 2023, abgerufen am 21. Dezember 2023.